Ein Leben ohne Plastiktüte ist möglich!

Nur ein bisschen Erfolg für die Umwelt

 

Für mich geht mit dem Antrag "Leipzig ohne Plastiktüten" ein langer Weg zu Ende. Mein Selbstversuch in Sachen Plastikfasten begann 2014. Aus meinem Anliegen wurde eine Petition, aus der Petition schließlich ein Antrag im Stadtrat. Es ist nun sehr schade, dass wir keine umfassenden konkreten Maßnahmen vereinbart haben. Die Informationskampagne ist immerhin ein erster Schritt. Da die weiteren Entscheidungen denkbar knapp ausfielen, bin ich aber guter Hoffnung hier ggf. mit einem interfraktionellen Antrag mehr erreichen zu können. Ich glaube auch weiterhin: Die Kommune kann sich nicht mit dem Satz 'Wir sind hier nicht zuständig' raus reden. Man muss auch die kleinen Räder drehen, damit sich am Ende etwas dreht.


Jetzt geht's richtig los - denn der Antrag ist endlich auf der Tagesordnung der Ratsversammlung. Am 16. Dezember entscheidet sich also, was Leipzig für weniger Plastiktütenchaos tun will. 

Die konkreten Punkte der Grünen (Änderungsantrag zum Originalantrag) habe ich inzwischen in eine Neufassung des gesamten Antrages übernommen, dort aber weiterhin den runden Tisch als Forderung eingebaut - der war zuvor verloren gegangen, scheint mir aber gerade sinnvoll zu sein, wenn man bedenkt, dass es noch einige Maßnahmen mehr geben kann, die aber gemeinsam mit den schon Aktiven entwickelt werden sollten. 


Wie es ausgeht erfahrt ihr natürlich hier :) 


Bewegung in Sachen Antrag: Die Grüne-Fraktion hat einen umfassenden Änderungsantrag erarbeitet. Ich freue mich auf die Debatte und das gemeinsame Erreichen des Ziels. 

Zu lesen gibt's das alles z.B. hier


Inzwischen hat die Verwaltung ihren Standpunkt erarbeitet. Man kann ihn gut mit 'Danke für den Vorschlag, aber wir sind leider nicht zuständig' zusammen fassen. Aber das kennt man ja - ich bin gespannt wie sich die anderen Fraktionen positionieren. 


Der Antrag erreicht inzwischen die erste Lesung in verschiedenen Gremien, so z.B. im Jugendbeirat und dem Fachausschuss Umwelt und Ordnung. Inzwischen haben einige signalisiert, dass sie dem Antrag etwas abgewinnen können. Ich bin gespannt, wie umweltfreundlich Leipzig sein will.  (November 2015)


Ich habe mich entschieden die Forderungen in einen Antrag zu formulieren. Inzwischen hat er den formalen Weg durch die Arbeitsgruppensitzung und die Fraktionssitzungen der SPD-Fraktion geschafft. Er macht sich jetzt auf den Weg durch die Gremien. Ich bin gespannt, welche Fraktionen das Anliegen unterstützen. 


Der Petitionsausschuss hat sich gemeldet. Die Petition wurde nicht weiter gegeben, da sie offenbar nicht der Geschäftsordnung entspricht. Ich konnte hierzu noch keine genauere Erklärung einholen, versuche es aber weiter. Die Geschäftsordnung im Internet gab mir bis jetzt keinen Aufschluss. 

 

Das wichtigste ist: Ich bleibe dran. Egal wie das Anliegen am Ende in den Stadtrat kommt, ob über eine neue Einreichung oder über einen interfraktionellen Antrag - ich werde das Anliegen weiter verfolgen. Neues natürlich stets hier. 


Die Petition ist beendet. Insgesamt sind 279 Unterschriften zusammen gekommen. Ich werde diese nun dem Petitionsausschuss der Stadt Leipzig übermitteln. Hier werde ich regelmäßig über den Verlauf des Projekts informieren.

Danke an alle Unterstützer/innen. Ich bin sicher, dass das Projekt eine Chance hat. 


Plastiktüten -sie sind überall und sie sind eine Gefahr für die Umwelt. Um etwas gegen die Plastikflut zu tun, entschloss ich mich mit Beginn des neuen Jahres auf Plastiktüten zu verzichten. Gar nicht so einfach - denn praktisch überall wird einem ohne großes Zutun eine Tüte angedreht. Deswegen will ich nun einen größeren Veränderungsprozess anstoßen und richte mich mit einer Petition an den Petitionsausschuss des Stadtrates. 

 

Sollte ich selbst am 25.05. in den Stadtrat gewählt werden, ist es mein Ziel, diese Petition im Stadtrat voranzubringen. 

 

Hier der Petitionstext

 

Leipzig soll seinen Plastiktütenverbrauch deutlich senken!

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Die Unterzeichner*innen der Petition „Leipziger Freiheit. Ein Leben ohne Plastiktüte ist möglich!“ fordern die Verwaltung und die Ratsversammlung der Stadt Leipzig auf, mit geeigneten Maßnahmen auf eine plastiktütenfreie Stadt Leipzig hinzuwirken.

Hierzu gehören:

- Umstellung von Plastiktüten auf aus recycelten Papier hergestellte Tüten oder fair gehandelte Baumwollbeutel in allen städtischen Einrichtungen sowie in der Verwaltung der Stadt Leipzig 

- Aufnahme von Verhandlungen mit dem Leipziger Einzelhandel mit dem Ziel, die Plastiktütenausgabe, vor allem die kostenlose, messbar zu reduzieren und die gegenwärtigen Tüten durch nachhaltige Alternativen zu ersetzen sowie langfristig die Vergabe von Plastiktüten vollkommen zu unterlassen

- Aufnahme von Verhandlungen mit den Betreiber/innen der Leipziger Marktstände mit dem Ziel, die Plastiktütenausgabe, vor allem die kostenlose, messbar zu reduzieren und die gegenwärtigen Tüten durch nachhaltige Alternativen zu ersetzen sowie langfristig die Vergabe von Plastiktüten vollkommen zu unterlassen

- Entwicklung geeigneter Öffentlichkeitsarbeit in allen städtischen Bereichen

- Anstoß von Weiterbildungsprojekten in Schulen, Kindertagesstätten, Jugendzentren und vergleichbaren Einrichtungen mit dem Schwerpunkt Müllvermeidung 

- Gründung eines runden Tisches zur Beratung weiterer Maßnahmen in enger Zusammenarbeit mit den umweltpolitisch aktiven Verbänden der Stadt Leipzig

 

 

Begründung

 

Jeder Deutsche verbraucht im Jahr circa 65 Plastiktüten. Im Vergleich dazu verbraucht jeder Ire nur 18 und jeder Däne sogar nur vier Stück. Es gibt folglich noch viel zu tun, denn: 

Plastiktüten sind eine starke Belastung für unsere Umwelt. Sie werden unter hohem Energieaufwand und dem unnötigen Verbrauch von Erdöl hergestellt. Zwar sind die Tüten nicht kompostierbar, sie zerfallen jedoch in kleine Partikel, die eine Gefahr für Land- und Meerestiere darstellen. So wurden Tüten und Plastikreste bereits in den Mägen von Walen, Seevögeln und Schildkröten gefunden. Bis zu 94 Prozent aller Vögel in der Nordsee fressen Plastik, schätzt die EU-Kommission. Das Verbrennen des Plastikmülls beschleunigt zudem den Klimawandel. 

Plastiktüten sind eine Gefahr für die Umwelt. Natürlich kann eine Reduktion des Verbrauchs nicht alles lösen, denn auch ein Stoffbeutel muss einige Male getragen werden, um z.B. ein positive Energiebilanz zu erhalten. Deswegen fordert diese Petition auch geeignete Maßnahme zur Öffentlichkeitsarbeit, Weiterbildung sowie eine fortgesetzte Diskussion mit den aktiven Umweltverbänden der Stadt Leipzig.